Schwangerschaft

Geburts­vorbereitung

Neben dem Besuch eines Kurses, gibt es noch weitere Möglichkeiten euch für die Geburt vorzubereiten. Unten stehende Vorschläge könnt ihr einfach ausprobieren, wählt das aus, das euch anspricht, ihr könnt alles machen, ihr müsst es aber nicht.

Dammmassage:

Sinn ist es, die Scheide und die Dammregion auf die Dehnung während der Geburt vorzubereiten und die Gefahr des Einreißens zu verringern.

  • Ab 34. SSW, täglich etwa 5-10 min (auch weniger häufig, aber regelmäßig)
  • Damm-Massageöl (Stadelmann oder Weleda), Weizenkeimöl, Schüssler-Salbe Nr. 1

Beginne damit, eine kleine Menge Öl auf den inneren Schamlippen u-förmig in Richtung After zu verteilen. Führe zunächst eine Fingerspitze/den Daumen in die Scheide ein und ziehe das Dammgewebe unter leichtem Druck nach außen unten bis du ein Brennen spürst. Behalte die Dehnung bei bis das Brennen verschwindet. Dabei kannst du wieder anfangen leicht u-förmig zu massieren.

Das machst du einige Tage bis sich das Gewebe an die Dehnung und die Massage gewöhnt hat. Nun kannst du nach und nach eine weitere Fingerspitze hinzufügen.

Es soll nicht weh tun oder besonders unangenehm sein. Vielleicht kann dir auch dein Mann dabei helfen.

Heublumendampfsitzbäder:

Ab der 38. SSW kann 1-2 Mal wöchentlich ein Dampfsitzbad mit Heublumen gemacht werden. Es soll das Gewebe weich und geschmeidig werden lassen und so einem Dammriss vorbeugen.

Heublumen getrocknet gibt es in fast jeder Apotheke. Einen kleinen Topf mit einer Handvoll Heublumen füllen und mit kochendem Wasser übergießen. Den Topf nun in die Toilette oder das Bidet stellen und darauf sitzen solange die Dampfentwicklung anhält.

Ab dem errechneten Geburtstermin kann nach Lust und Laune ein Dampfsitzbad genommen werden.

Geburtsvorbereitende Akupunktur:

  • Angebot über Hebammen, FrauenärztInnen oder HeilpraktikerInnen (gerne auch über mich, Anfrage per eMail)
  • Ab 36. SSW, einmal wöchentlich bis zur Geburt
  • keine Kassenleistung, muss privat bezahlt werden
  • Stärkung der Energie für Geburt und Wochenbett, verkürzte Geburtsdauer, günstigere Wehenkoordination im Geburtsverlauf, beeinflusst auch positiv Schwangerschaftsbeschwerden wie Sodbrennen, Schlafstörungen, Wassereinlagerungen und Schmerzen

Schüßler Salze zur Geburtserleichterung:

  • Beginn in der 38. SSW
  • Nr. 2 Calcium phosphoricum D6: Entspannungsmittel für die willkürliche Muskulatur, stärkt die Substanz und Kraft, fördert Blutbildung und Wundheilung, zur Regeneration auch nach schweren Geburten oder großem Blutverlust
  • Nr. 5 Kalium phosphoricum D6: zur Unterstützung der nervlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, fördert die Durchblutung aller Organe, bringt frische Energie
  • Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6: zuständig für die unwillkürliche Muskeltätigkeit, sorgt für Ausgleich von Aktivierung und Entspannung der Muskeln und stärkt die nervliche Belastbarkeit, bei vorzeitigen Wehen zur Entspannung, unter der Geburt zur Schmerzlinderung und zum Rhythmisieren und Kräftigen der Wehentätigkeit, auch gut bei Rückenschmerzen (Salbe Nr. 7) und Schlafstörungen

Mögliche Dosierungen:

  • Von jedem Salz je 8-10 Tbl./Tag im Mund zergehen lassen
  • z. B.: Morgens Nr. 2, Mittags Nr. 5, Abends Nr.7 als „Heiße 7“ (in einem Becher abgekochtem Wasser aufgelöst, möglichst heiß trinken)
  • Schüßler Salze als Pulver von der Fa. Pflüger, jeweils 1 gestr. TL pro Salz in 1l Wasser auflösen und über den Tag verteilt trinken

Datteln zur Geburtserleichterung

Ab 37+0 SSW 6 Datteln über den Tag verteilt essen, wie ihr die Datteln esst, könnt ihr selbst entscheiden, z.B. im Smoothie, im Salat, pur…
Positive Wirkungen für die Geburt können unter anderem sein:

  • intakte Fruchtblase bei der Geburt (kein vorzeitiger Blasensprung)
  • verkürzte Latenzphase
  • kürzere Austrittsphase/aktive Geburtsphase
  • schnellere Plazentageburt
  • weniger Wehenmittelgabe unter Geburt nötig

Louwen-Diät bzw. Ernährungsumstellung ab 6 Wochen vor der Geburt

  • soll die Geburt erleichtern
  • Verzicht auf bestimmte Kohlenhydrate, vor allem Weißmehlprodukte und Süßigkeiten
  • Vermeidung von hoher Insulinausschüttung
  • Prostaglandine können sonst nicht an die Rezeptoren für die Muttermunds-Reifung binden, da diese durch Insulin besetzt sind, da Insulin an dieselben Rezeptoren bindet
  • Prostaglandine sorgen ungebunden im Blut für eine erhöhte Schmerzwahrnehmung
  • Vorsicht bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen, z.B. Diabetes, unbedingt vorher Rücksprache mit dem Arzt/der Hebamme halten!

Gute Informationen dazu z. B. unter https://www.hebammenblog.de/louwen-diaet-leichte-schmerzarme-geburt-was-ist-dran#Was_bringt_die_Louwen_Diat